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13.3.2017

Lincoln-Siedlung: Neue Mobilitätszentrale, Car-Sharing, Straßenausbau

Wissenschaftsstadt Darmstadt, bauverein AG und HEAG mobilo stellen abgeschlossene Maßnahmen vor

OB Partsch: „Nächste Bausteine auf dem Weg zum neuen Stadtviertel“

Innovative Wohn- und Verkehrskonzepte, neue Bildungs- und Sozialeinrichtungen, Spiel- und Erholungsflächen: Im Süden Darmstadts entsteht derzeit ein neues, modernes Stadtviertel für rund 4000 Bewohner: Die Lincoln-Siedlung. Stück für Stück arbeiten die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die bauverein AG, HEAG mobilo und andere Partner an der Entwicklung des Quartiers. Am Montag (13.) präsentierten Oberbürgermeister Jochen Partsch, bauverein-Vorstand Armin Niedenthal und die HEAG mobilo Geschäftsführer Matthias Kalbfuss und Michael Dirmeier die nächsten erreichten Etappenziele und abgeschlossenen Maßnahmen. Darunter der fertige Ausbau weiterer Straßenabschnitte inklusive Parkplätzen und Baumpflanzungen, eine weitere Call-a-Bike-Station, ein weiterer CityFlitzer-Pool des CarSharing-Anbieters book-n-drive sowie die Eröffnung der neuen Mobilitätszentrale in der ehemaligen Tankstelle.

Oberbürgermeister Jochen Partsch sieht die Entwicklung des Viertels auf dem richtigen Weg: „Mit den nun abgeschlossenen Maßnahmen fügen wir dem hier entstehenden neuen Stadtquartier Stück für Stück die nächsten wichtigen Bausteine hinzu. Nachdem in der Vergangenheit bereits das Thema Wohnen sowie Bildungs- und Freizeiteinrichtungen in den Vordergrund gestellt wurden, liegt unser Fokus bei der heutigen Begehung vor allem auf der verkehrlichen Infrastruktur und dem Ausbau und der Stärkung der von uns für den Ausbau vorgesehenen Mobilitätskonzepte. Car-Sharing, Elektromobilität und Leihfahrräder ergeben zusammen mit der ÖPNV-Erschließung den richtigen Mix für die hervorragende Anbindung des neuen Viertels einerseits an die Darmstädter Innenstadt und andererseits an die nähere und fernere Umgebung. Ich bin mir sicher, dass wir in naher Zukunft bereits die nächsten abgeschlossenen Schritte in der spannenden Entwicklung dieses neuen Stadtteils präsentieren können. Die HEAG mobilo, als städtisches Nahverkehrsunternehmen, ist hier unser starker Partner.“

"Neues modernes Stadtviertel"

Baudezernentin Dr. Barbara Boczek schließt sich den Ausführungen des Oberbürgermeisters an: „Es freut mich, dass mit der Schaffung von Wohnraum auch ein neuer Ansatz in der Mobilitätsentwicklung gewählt wurde. Ich wünsche mir, dass dieses integrative Mobilitätskonzept Schule macht und in andere neue Wohnbauprojekte positiv ausstrahlt. Nur durch eine nachhaltige Mobilität kann in unserer schnell wachsenden Stadt die Lebensqualität für alle auch zukünftig gesichert werden. Daher bin ich davon überzeugt, dass der hier eingeschlagene Weg der richtige für die erfolgreiche Entwicklung dieses neuen, modernen Stadtviertels ist.“  

„Es ist spannend, zu sehen, wie die Lincoln-Siedlung seit 2014 ihr Gesicht verändert hat. Mehr als 500 Menschen leben mittlerweile auf Lincoln, fühlen sich dort zuhause und tragen zur Gestaltung des Quartiers bei. 2018 wird noch mehr Leben einziehen: Dann gehen auch die Wohngruppen an den Start, um ihre Ideen von gemeinschaftlichem Wohnen zu realisieren. Zudem beginnt die bauverein AG ab Mitte 2017 auf drei Baufeldern mit der Errichtung von Neubauten. Bis Ende 2018 sollen dann rund 500 Wohnungen bezugsfertig sein. Die Siedlung wächst also in Riesenschritten. Die heute vorgestellten Bausteine sind wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Erschließung der Siedlung. Mehr noch: Sie stehen für die Idee eines autoarmen Quartiers, das seinen Bewohnern eine hohe Aufenthaltsqualität und ein breites alternatives Mobilitätsangebot bietet. An der Entwicklung eines so innovativen Stadtteils beteiligt zu sein und auf diese Weise ein ganz neues Stück Darmstadt schaffen zu können, macht uns stolz“, so Armin Niedenthal, Vorstand der bauverein AG und Geschäftsführer der BVD New Living GmbH & Co. KG, einer 100-prozentigen Tochter der bauverein AG.

Mobilitätsmanagement vor Ort

Die Umsetzung des Mobilitätskonzepts für das neue Stadtviertel wird von Anfang an durch ein aktives, vor Ort vertretenes Mobilitätsmanagement begleitet. Bereits seit Dezember können sich die Lincoln-Bewohner in Sachen Mobilität vor Ort individuell beraten lassen, denn die ehemalige Tankstelle wird an zwei Tagen in der Woche zum Beratungszentrum der HEAG mobilo. Gemeinsam mit dem Quartiersmanagement teilen sich die Mobilitätsberater der HEAG mobilo die Räumlichkeiten und stehen Bewohnern, interessierten Bürgern sowie Planern und Projektentwicklern bei Fragen zum Mobilitätskonzept allgemein, zu Mobilitätsangeboten sowie zur persönlichen Mobilitätsberatung zu Verfügung. Auch der Verkauf von Zeitkarten ist dort möglich. „Viele der Lincoln-Bewohner freuen sich über das Angebot einer umfassenden Mobilitätsberatung, denn das Interesse, sich über inter- oder multimodale Alternativen zum eigenen PKW aufklären zu lassen, ist groß. Mit dieser Art der Beratung beschreiten auch wir als HEAG mobilo Neuland, denn wir wollen die Bewohner in ihrer gesamten Mobilität unterstützen. Das geht weit über die klassische Fahrplan- und Tarifauskunft hinaus. Die kurzen Kommunikationswege zwischen den Akteuren ermöglichen eine schnelle Umsetzung von Anliegen der Bewohner. Ein gutes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: die Aufstockung der Call-a-Bike-Flotte um fünf weitere Räder innerhalb von 48 Stunden“, erläutert Matthias Kalbfuss. In Zukunft werden in der Mobilitätszentrale noch weitere Leistungen angeboten werden.

Straße am Kreisverkehrsplatz fertig

Die BVD New Living GmbH & Co. KG, die die Lincoln-Siedlung für die bauverein AG entwickelt, übergab am Montag die fertiggestellten Straßenabschnitte bis zum Kreisverkehrsplatz im Süden der Siedlung an die Stadt. Zwischen August 2015 und November 2016 wurden Franklin- und Einsteinstraße flächensparend und als Tempo-30-Zone für den Kfz-Verkehr erschlossen, 59 Stellplätze für Besucher eingerichtet und 33 Bäume gepflanzt. Fahrbahnaufpflasterungen sollen zur Geschwindigkeitsreduktion und damit zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum beitragen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro.

CarSharing und Mietfahrräder zur Verfügung

Mit Hilfe eines innovativen Mobilitätskonzeptes können die Bewohnerinnen und Bewohner künftig außerdem größtenteils auf ein eigenes Auto verzichten. Nachdem im vergangenen Jahr bereits eine Carsharing- sowie eine Bikesharing-Station eingerichtet wurden und die bauverein AG für ihre Mieter eine Flotte mit drei Elektrofahrzeugen im Carpooling anbietet, stehen nun weitere Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner in Lincoln zu Verfügung: Zusätzlich zur bereits bestehenden Call-a-bike-Station an der Mobilitätszentrale wurde nun eine weitere Station bei den Studentenwohnungen in der Noackstraße eingeweiht. Das Mobilitätsmanagement der Lincoln-Siedlung beteiligt sich mit 12 gesponserten Rädern und 2 neuen Ausleihstationen am öffentlichen Fahrradmietservice „Call a Bike“ der Deutschen Bahn, das kontinuierlich ausgebaut wird. Das Fahrradmietsystem in Darmstadt verfügt nun über 40 Stationen und 400 Räder und kann jährlich etwa 250.000 Ausleihen verzeichnen.

Auch ‚book-n-drive‘ als Carsharing-Anbieter im Quartier erweitert sein Angebot. Zusätzlich zum stationsgebundenen Fahrzeug wird nun auch ein ‚CityFlitzer-Pool‘ mit zunächst mindestens zwei Fahrzeugen angeboten. Das freefloating Angebot von ‚book-n-drive‘ stellt eine Alternative zum stationsbasierten Angebot und eine weitere Ergänzung in dem Pool von Mobilitätsangeboten der Lincoln-Siedlung dar. Die ‚CityFlitzer‘ können ohne Buchung und Zeitlimit genutzt werden und an einem der ‚CityFlitzer-Pools‘ in Darmstadt, Frankfurt, Mainz, Wiesbaden oder am Flughafen Frankfurt zurückgegeben werden.

Testfahrt mit autonom fahrenden Minibus

Mit einem autonom fahrenden Elektrobus wagte der Oberbürgermeister mit den Akteuren außerdem eine Fahrt in die Zukunft. „Als Quartierlinie könnte ein solcher Kleinbus später einmal auch innerhalb des Viertels für kurze Wege zum Beispiel zum Einkaufen sorgen oder auch als Zubringer zur neuen Haltestelle Lincoln-Siedlung dienen“, zeigt sich HEAG mobilo-Technikchef Michael Dirmeier begeistert.  Die Haltestelle „Lincoln-Siedlung“ will die HEAG mobilo noch diesen Sommer bauen.

13. März 2017 / DK

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