DARMSTADT/LANDKREIS BERGSTRASSE (sir) – Wegen eines Streiks der Busfahrer aus dem privaten Omnibusgewerbe kommt es für die Dauer des Ausstandes am heutigen Montag (22.) in weiten Teilen des Darmstädter Linienverkehrs sowie in den Stadtverkehren Bensheim und Heppenheim zu Beeinträchtigungen. Die HEAG Verkehrs-GmbH hält den Linienverkehr in Darmstadt so weit wie möglich aufrecht.
Der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) hatte am vergangenen Dienstag (16.) angeboten, den Grundlohn um 10,71 Prozent auf 9,82 Euro pro Stunde zu erhöhen. Trotz des Angebots hatte die Gewerkschaft Verdi die Fahrer der privaten Busunternehmen – darunter auch die Mitarbeiter der Glück & Seitz GmbH & Co. KG, einer Tochter des HEAG Konzerns – zum Streik aufgerufen. Mit der Arbeitsniederlegung fordert Verdi eine tarifliche Lohnanpassung an die Konditionen in den öffentlichen Verkehrsunternehmen wie der HEAG Verkehrs-GmbH. Inzwischen sind rund 75 Prozent der Busfahrer auf den HEAG-Linien Mitarbeiter der Schwestergesellschaft Glück & Seitz.
Karl-Heinz Holub, Betriebsdirektor der HEAG Verkehrs-GmbH, sieht in der Vergütung des Fahrpersonals nach den Tarifregelungen des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) die einzige Chance der HEAG, zukünftig im Wettbewerb zu bestehen und somit Arbeitsplätze zu erhalten: „Schon jetzt ist es absehbar, dass zukünftig bei der Vergabe von Verkehrsleistungen nicht die Qualität, sondern allein der Preis das entscheidende Kriterium sein wird -im Extremfall kann dabei sogar ein Unterschied von einem Cent entscheidend sein“.
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