DARMSTADT (sir) – 12 Mädchen hatten zum Girls’ Day am 27. April Gelegenheit, bei der HEAG mobilo Technikluft zu schnuppern. Die 11- bis 17-jährigen Schülerinnen hospitierten einen Tag lang auf dem Betriebshof am Böllenfalltor, um Einblick in die technischen Arbeitsfelder des Verkehrsbetriebes zu nehmen. An verschiedenen Stationen wie Straßenbahn-, Omnibus- und Gleisbauwerkstätten sowie in der Verkehrsleitstelle erläuterten die Fachleute vor Ort kompetent und engagiert alle Fragen der jungen Gäste.
Altersmäßig in Gruppen aufgeteilt lernten die Mädchen so unterschiedliche Berufe wie Energieelektronikerin, Verkehrsdisponentin oder KFZ-Mechatronikerin kennen. Um dabei auf den richtigen Geschmack zu kommen, gab es für die Mädchen Gelegenheit, typische Tätigkeiten einmal selbst auszuprobieren. Einmal zu löten, zu fräsen und zu bohren oder an einem Fahrzeug selbst einmal Zündkerzen zu wechseln, hat den Mädchen sichtlich Spaß gemacht.
Einige wollen ihre Eindrücke bei einem Praktikum bei der HEAG mobilo vertiefen. Manche kommen vielleicht noch einmal mit ihrer Schulklasse zu Besuch, denn Schülergruppen sind am Böllenfalltor regelmäßige Gäste. Gemeinsames Fazit der Teilnehmerinnen zum Girls’ Day: “Toll, dass es so etwas gibt.”
Die HEAG mobilo beteiligt sich dieses Jahr zum vierten Mal am Girls’ Day. Geschäftsführer Matthias Kalbfuss bewertet den Girls’ Day auch aus Unternehmenssicht positiv: “Die meisten denken bei ÖPNV an Bus- oder Straßenbahnfahrer. Darüber hinaus beschäftigen wir jedoch zahlreiche Techniker, die sich außer um unsere Fahrzeuge zum Beispiel um die gesamte Infrastruktur kümmern. Dazu zählen unter anderem Fahrkartenautomaten, die Verkehrsleitstelle oder Signalanlagen. Vieles davon hat mit Elektrotechnik zu tun und verlangt eine entsprechende berufliche Qualifizierung, die Mädchen und Frauen für sich nur selten in Betracht ziehen. Verschiedene Übungen sollen neugierig machen und die Mädchen ermutigen, auch männerspezifische Berufe zu ergreifen. Natürlich werden unsere Girls’ Day-Teilnehmerinnen künftig auch den ÖPNV insgesamt mit anderen Augen sehen.”