DARMSTADT (sir) – Ab März wird die HEAG Verkehrs-GmbH auf allen ihren Straßenbahn- und Buslinien die Fahrgastkontrollen verstärken. Damit will das Verkehrsunternehmen ein Signal setzen und der sinkenden Zahlungsmoral ihrer Kunden entgegen treten. Was im Volksmund lapidar Schwarzfahren genannt wird, bezeichnet der Gesetzgeber als „Erschleichen einer Beförderungsleistung“. Das Fahren ohne gültiges Ticket wird seit dem 1. Januar 2003 bundesweit mit einem erhöhten Beförderungsentgelt von 40 Euro geahndet.
Von der verstärkten Präsenz der Kontrolleure erhofft sich die HEAG als positiven Nebeneffekt auch einen Rückgang der Vandalismusschäden. „Die im Dezember neu beschafften Omnibusse sind teilweise durch Graffiti an den Sitzen schon erheblich beschädigt worden. Auch das Scratching das Zerkratzen der Scheiben macht uns immer mehr zu schaffen“, beklagt Betriebsdirektor Karl-Heinz Holub die Situation. Um die Kosten für Vandalismusschäden in Grenzen zu halten, werden zerkratzte Scheiben bei der HEAG – wie auch bei anderen Verkehrsunternehmen – prinzipiell nicht mehr ausgetauscht. Wird ein Täter erwischt, wie jüngst die Graffiti-Sprayer in Nieder-Ramstadt, wird der Fall an die Polizei übergeben und Anzeige erstattet.
Die HEAG Verkehrs-GmbH bietet seit zwei Jahren eine Unterrichtsinitiative, um Kinder und Jugendliche frühzeitig für einen sorgsamen Umgang in Bussen und Bahnen zu sensibilisieren.