DARMSTADT (sir) – Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige, wie der Volksmund sagt. Im ÖPNV sind die Maßstäbe strenger: Hier gelten pünktliche Abfahrten als elementares Qualitätskriterium. Nach der auf der Bürgerversammlung am 5. Februar geäußerten Kritik zu Verspätungen auf der Arheilger Ringbuslinie AH hat die HEAG Verkehrs-GmbH Ursachenforschung betrieben: „Uns war es wichtig zu prüfen, was an den pauschalen Aussagen wirklich dran ist“, berichtet HEAG-Betriebschef Karl-Heinz Holub.
So wurden über einen Zeitraum von mehreren Wochen die Fahrtprotokolle zu den Fahrtzeiten der Linie AH ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Mit der seit Dezember gültigen Streckenführung über die Grillparzerstraße funktioniert auch der Fahrplan. „Das gilt auch für die Anschlussverbindung zu den Straßenbahnlinien an der Haltestelle „Im Fiedlersee“, stellt Holub fest.
Die Fahrplanschwierigkeiten zu Beginn auf der Linie AH gehören nach Auffassung des Verkehrsbetriebes zur Vergangenheit; die Vorwürfe seien inzwischen hinfällig. Bei der zunächst gefahrenen Strecke hatte die Praxis gezeigt, dass mit der Schleife über den Kornweg der Fahrplan nicht zu halten war. Daher rührt die seit Dezember gültige Streckenführung über die Grillparzerstraße.
Auf Unsicherheiten bei den Fahrern über den Streckenverlauf der kleinen Linie hatte die HEAG bereits im vergangenen Jahr mit Nachschulungen reagiert. „Auch das ist kein Problem mehr für uns“, ist sich Holub sicher. Bleibt als letzter Kritikpunkt nur noch die Diskussion um den Überliegerplatz für die Pausenzeiten des AH-Busses. Die Fahrplandaten zeigen, dass auch beim derzeitigen Pausen-Standort in der Grillparzerstraße die Haltestelle „Im Fiedlersee“ zuverlässig angefahren wird. „So, wie die Linie jetzt läuft, bieten wir mit der AH-Linie ein gutes Produkt“, wirbt Holub, „es bleibt zu hoffen, dass die Arheilger sich selbst von der Qualität überzeugen“.