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Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof:

Dr. Hans-Jürgen Braun: „Nach der Verlegung der Haltestelle wird die Leistungsfähigkeit an der Kreuzung spürbar besser – H-Bus fährt über Hauptbahnhof. Für alle Verkehrsteilnehmer Vorteile“.

Am Montag (13.) haben die Bauarbeiten für die Verbesserung der Kreuzung Rheinstraße/Berliner Allee/Göbelstraße begonnen. Diese Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der Modernisierung der gesamten Verkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof mit zahlreichen Einzelaktionen, an denen die Stadt Darmstadt, die HEAG und die Deutsche Bahn AG beteiligt sind.

Wenn diese Einzelmaßnahmen in etwa drei Jahren abgeschlossen sein werden, ist die Zubringerfunktion zum Darmstädter Hauptbahnhof neu und modern geordnet: Der Hauptbahnhof ist im Westen mit seinem bereits vorhandenen Querbahnsteig erschlossen, dorthin wird in Zukunft der Individualverkehr gelenkt, das P+R-Haus mit 420 Plätzen steht kurz vor der Vollendung. Die der Innenstadt zugewandte Ostseite versorgt wie bisher den Öffentlichen Nahverkehr mit Straßenbahnen und Bussen. Ein modernes Fahrradparkhaus steht den Fahrradfahrern bereits zur Verfügung.

Erneuert und erweitert werden die mehr als dreißig Jahre alten und strapazierten Gleisanlagen der Straßenbahnen, neu dazu kommt eine Gleisschleife von Griesheim zum Hauptbahnhof, die für mögliche neue Linien und für Alternativführungen zur Innenstadt gedacht sind.

Eine wichtige Änderung ist die Verlegung der Haltetelle (Bus und Bahn) Berliner Allee um 150 Meter ostwärts. Damit kommt die Haltestelle aus dem unmittelbaren Kreuzungsbereich und entschärft dort die Situation (bessere Ampelschaltungen). Die stadteinwärts verschobene Haltestelle bedient dann besser auf der einen Seite zum Beispiel die IHK und auf der anderen Seite die Fachhochschule und das Verlagsviertel.

„Um allen Besorgnissen, die Nutzer des ÖPNVs müßten jetzt einen längeren Weg zum Bahnhof in Kauf nehmen, entgegen zu treten, führen wir mit der Verlegung der Haltestelle den H-Bus zum Hauptbahnhof weiter. Somit wird der Hauptbahnhof von der Innenstadt (und umgekehrt) im Fünf-Minuten-Takt angefahren, von F-Bus, H-Bus und D-Bus. Außerdem fahren ja auch die Straßenbahnlinien 3 und 1 den Hauptbahnhof direkt an“, erklärten Baudezernent Stadtrat Dr. Hans-Jürgen Braun und der Vorstandsvorsitzende der HEAG, Professor Horst Blechschmidt, übereinstimmend. Die Gesamtmaßnahme wird schätzungsweise 1,5 Millionen Mark für Stadt und HEAG kosten.

Während der Umbauzeiten werden, so Braun, zu den Hauptverkehrszeiten immer zwei Fahrspuren in jede Richtung der Rheinstraße freigehalten. Die Rheinstraße ist zur Zeit sechsspurig, wobei eine Spur jeweils als Abbiegespur dient.

In Zukunft wird die Durchflusskapazität durch die Erweiterung des Straßenquerschnitts Rheinstraße von zwei auf drei Fahrstreifen geradeaus im unmittelbaren Kreuzungsbereich stadtauswärts erhöht.

Wie Braun und Blechschmidt versicherten, sollen die Haltestellen zum 19. Oktober 2001 eingerichtet, bis November der Bauabschnitt Kreuzung Rhein-/Goebelstraße/Berliner Allee abgeschlossen sein. Verkehrsbehinderungen durch die Baumaßnahmen in der Vorweihnachtszeit werden, so die Fachämter, vermieden.

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Lennart Sauerwald

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