Das Jahr 2025 stand für uns als HEAG mobilo im Zeichen intensiver Arbeit rund um die TINA. Wir haben gehandelt, von einem unabhängigen Gutachten als Grundlage über Arbeiten an der Gleisinfrastruktur bis hin zu möglichen Übergangsmaßnahmen im Rahmen einer betrieblichen „Zwischenlösung“. Gleichzeitig müssen wir feststellen: Eine technische Lösung zur Reduktion der Erschütterungsimmissionen auf Fahrzeugseite wurde im vergangenen Jahr noch nicht umgesetzt.
Unser Ziel als HEAG mobilo bleibt unverändert. Wir wollen die Belastungen für die Anwohnenden schnellstmöglich spürbar reduziert sehen.
Wichtige Schritte und Meilensteine im Jahr 2025
- Januar: Durchführung von Messungen an zehn vorab definierten Punkten, an denen Beschwerden vorlagen, im Rahmen eines unabhängigen Gutachtens zu den Erschütterungsimmissionen.
- März: Auf Hinweis unserer Fahrgäste haben wir die Lautstärke der Türtöne in den TINA-Fahrzeugen angepasst und in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Stadler deutlich reduziert.
- Mai: Vorstellung des Erschütterungsgutachtens im Rahmen einer Bürgerdialog-Veranstaltung gemeinsam mit Stadler. Rund 130 Gäste nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch. Mit dem Gutachten wurde eine objektive Datengrundlage geschaffen, um die Beschwerden der betroffenen Anwohnenden bewerten zu können. Ein zentrales Ergebnis des Gutachtens (Gutachten zum Download): Die TINA-Fahrzeuge verursachen im Vergleich zu Vorgängermodellen tendenziell höhere Erschütterungsimmissionen.
- Juni – August: Auf Basis der Impulse aus dem Bürgerdialog im Mai haben wir mögliche Maßnahmen zur übergangsweisen Entlastung der Anwohnenden intensiv geprüft:
- Dazu gehörten gutachterlich begleitete Testfahrten im Stadtteil Arheilgen mit einer nächtlichen Temporeduktion von 40 auf 30 km/h. Diese zeigten jedoch keine signifikante Minderung der Erschütterungen; die Maßnahme wurde daher verworfen.
- Darüber hinaus haben wir ganzjährig umfangreiche Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an unserer Schieneninfrastruktur umgesetzt, um etwaige infrastrukturelle Auswirkungen auf die Erschütterungen zu reduzieren.
- Seit August können Hinweise, Anregungen und Beschwerden zur TINA zudem über einen von uns eingeführten digitalen Störungsmelder (Link zum Störungsmelder) systematisch erfasst und besser ausgewertet werden.
- September: Stadler hat Testfahrten mit einem modifizierten Prototypen-Fahrzeug organisiert, in welches zuvor verschiedene dämpfende Komponenten eingebaut wurden. Die Messergebnisse zeigten jedoch keine signifikanten Veränderungen bei den Erschütterungsimmissionen.
- Dezember: Durchführung weiterer Testfahrten mit einem umgebauten Prototyp durch Stadler, wobei modifizierte Radreifen zum Einsatz kamen. Die Ergebnisse dieser zweiten Testreihe erwarten wir in den kommenden Wochen.
Wir als HEAG mobilo werden das Finden und Umsetzen einer dauerhaften Lösung für die TINA-Fahrzeuge in Darmstadt weiter vorantreiben. Der kontinuierliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern wird dazu weiter gepflegt. Der Bürgerdialog hat wichtige Impulse geliefert und die Prioritätensetzung unserer Arbeit geprägt. Wir stehen in engem fachlichem Austausch mit dem Hersteller Stadler sowie der Politik und den zuständigen Behörden.
Geschäftsführer Johannes Gregor zieht für das Jahr 2025 folgendes Fazit: „Wir danken den Anwohnenden für die vielen konstruktiven Hinweise und den Austausch im Mai vergangenen Jahres. Es ist bedauerlich, dass es 2025 noch nicht gelungen ist, eine spürbare und nachhaltige Verbesserung für die Betroffenen zu erreichen. Wir haben sehr viele Prüfungen, Tests und Umsetzungen vorgenommen und damit den uns als Verkehrsunternehmen zur Verfügung stehenden technischen Gestaltungsraum konsequent ausgeschöpft. Wir erwarten nun, dass Stadler zeitnah eine tatsächlich wirksame technische Weiterentwicklung am Fahrzeug umsetzt, damit die Situation für die Anwohnenden wie angekündigt deutlich verbessert wird. Wir sind überzeugt davon, dass wir da am gleichen Strang ziehen.“ Zu den Ergebnissen der Messungen im Dezember wird Stadler in Kürze kommunizieren.
