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Update Juli 2025 – Weitere Prüfung betrieblicher Maßnahmen

Die HEAG mobilo hat in den letzten Wochen intensiv Möglichkeiten untersucht, Anwohnende zu entlasten, bis der Hersteller Stadler technische Nachbesserungen an den TINA-Fahrzeugen umsetzt. Das sind die Ergebnisse dieser Prüfungen.

Der Hersteller Stadler hat gegenüber der HEAG mobilo bestätigt, dass die Erschütterungsimmissionen durch technische Nachbesserungen bis Ende dieses Jahres wirksam reduziert werden können. Ein konkreter und verbindlicher technischer Umsetzungsplan hierfür liegt uns allerdings noch nicht vor. Wir stehen weiterhin in engem Austausch mit Stadler und erwarten eine zügige Umsetzung im Sinne der Betroffenen.

Untersuchung kurzfristig umsetzbarer betrieblicher Maßnahmen

Um Anwohnenden in der Zwischenzeit Entlastung zu verschaffen, hat HEAG mobilo in den vergangenen Wochen verschiedene betriebliche Maßnahmen auf ihre Machbarkeit überprüft. Dazu zählen insbesondere:

  • nächtliche Temporeduktion auf besonders betroffenen Streckenabschnitten
  • Reduktion von Nachtfahrten durch TINA-Fahrzeuge (noch nicht abgeschlossen)
  • Entwicklung eines digitalen Meldeformulars zur strukturierten Erfassung von Störungen

Zudem wurden durch unsere Kolleginnen und Kollegen weiterhin Gleisabschnitte überprüft und bei Bedarf ausgebessert, an denen zuvor Auffälligkeiten gemeldet bzw. festgestellt wurden.

Geplanter Test einer Geschwindigkeitsreduktion in Arheilgen

Als Folge der oben genannten Prüfungen ist ein zeitlich befristeter Test nach den Sommerferien im Stadtteil Arheilgen zwischen den Haltestellen „Am Fiedlersee“ und „Dreieichweg“ vorgesehen: Zwischen 22 und 6 Uhr soll die Geschwindigkeit der Straßenbahnen von 40 auf 30 km/h reduziert werden. Zusätzlich prüft die HEAG mobilo derzeit die Möglichkeit, diese Maßnahme durch objektive Messungen begleiten und auf ihre Wirksamkeit untersuchen zu lassen. Eine Temporeduktion während der Sommerferien macht aufgrund umfassender Bauarbeiten keinen Sinn, da in der Folge nur wenige TINA-Fahrzeuge in Arheilgen fahren werden. Auch in der Innenstadt, in Griesheim und Kranichstein werden aufgrund der Fahrplanänderungen durch diese Bauarbeiten kaum TINA-Fahrzeuge verkehren. 

Auf anderen Strecken ist eine Temporeduktion laut aktuellem Stand der Prüfung unter den gegebenen Rahmenbedingungen nicht umsetzbar – unter anderem wegen der Fahrplanvorgaben sowie begrenzter Kapazitäten an Fahrzeugen und Personal.

Digitaler Störungsmelder in Entwicklung

Über ein Web-Formular sollen Anwohnende künftig ortsbezogen Hinweise zur TINA geben können. So erhobene Daten sollen im Anschluss ausgewertet und je nach Fall gegebenenfalls auch den beteiligten Gutachterbüros sowie dem Hersteller Stadler anonymisiert zur Verfügung gestellt werden.