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Vorneeinstieg

Vom 1. November an gilt auf allen Linien der HEAG mobiBus im Abendverkehr der Vorneeinstieg. Die Neuregelung wird zunächst testweise eingeführt und gilt ausschließlich für die Zeit nach 20 Uhr. Ausgenommen davon sind die Haltestellen Hauptbahnhof, Luisenplatz, Willy-Brandt-Platz und Schloß. Mobilitätseingeschränkte Personen wie Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen oder Fahrgäste mit sperrigem Gepäck, dürfen nach wie vor hinten einsteigen. Ihren Fahrschein vorzeigen müssen sie dennoch.

Wir haben für Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zu der neuen Regelung zusammengestellt.

Häufige Fragen zum Vorneeinstieg nach 20 Uhr

Für die Neuregelung sprechen zwei Gründe: Zum einen haben wir festgestellt, dass das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste abends deutlich schlechter ist als tagsüber. Mit einer Einstiegskontrolle durch das Fahrpersonal wollen wir unsere Servicequalität weiter verbessern. Zum anderen haben wir keine besonders hohe, aber dennoch eine relevante Quote an Schwarzfahrern. Die stichprobenartige Kontrolle durch die Fahrer hat erfahrungsgemäß abschreckende Wirkung. Wir gehen daher davon aus, dass sich die Zahl der Schwarzfahrer verringert. Damit tun wir etwas für die Sicherung unserer Fahrgeldeinnahmen und bestärken zudem unsere zahlenden Fahrgäste in ihrem Tun.

Unsere Fahrer werden allein aus Zeitgründen nicht jede Fahrkarte gründlich prüfen können. Eine stichprobenartige Kontrolle ist jedoch sehr wohl möglich.

Der Akzent der Maßnahme liegt klar darauf, die Sicherheit im Fahrzeug zu verbessern. Tagsüber ist das für unsere Fahrgäste kaum ein Thema, abends aber schon.

Ja, jeder Fahrgast muss sein Ticket unaufgefordert vorzeigen. Tut er es nicht von sich aus, kann der Fahrer dies verlangen.

Die Erfahrungen bei anderen Verkehrsunternehmen haben teils tatsächlich zu deutlichen Mehreinnahmen geführt. Auch wir erwarten uns von der Maßnahme eine Steigerung. Genau beziffern lässt sich das jedoch im Vorfeld nicht.

Aus gutem Grund ist das Essen und Trinken in Bussen und Bahnen im RMV untersagt. Nicht selten bleiben unschöne Krümel, Flecken oder gar Verpackungsmüll zurück, was die Sauberkeit im Fahrzeug – und damit letztlich auch unsere Servicequalität – beeinträchtigt.

Wir erwarten durch die Neuregelung keine Verschlechterung der Pünktlichkeit, aber das wird sich im Laufe des Tests zeigen. Deshalb sind auch zentrale Haltestellen, an denen viele Menschen ein- und aussteigen, von dieser Regelung ausgenommen. Es gibt sogar Erfahrungen aus anderen Verkehrsunternehmen, wo sich durch diese Regelung die Pünktlichkeit verbessert hat, weil sich die Fahrgäste durch den getrennten Ein- und Ausstieg nicht gegenseitig behindern.

Ja, das kann im Einzelfall unpraktisch sein. Allerdings fahren Rollstuhlfahrer in den meisten Fällen kostenfrei und benötigen kein Ticket. Dass Eltern mit Kinderwagen nach 20 Uhr unterwegs sind, ist eher selten. In solchen Fällen ist es am besten, dem Fahrer vor dem Einsteigen zunächst vorne an der Tür 1 Bescheid zu geben und dann hinten einzusteigen.

Das haben wir vornherein bewusst nicht von festgelegt. Bis eine neue Regel im ÖPNV geübt ist, braucht es meist einige Zeit. Meist hat man nach einem halben Jahr einen Eindruck, ob sich etwas bewährt. Manchmal geht es aber auch schneller. Wir werden uns dazu mit unseren Aufgabenträgern abstimmen.

Das hängt von mehreren Faktoren ab. Eine große Rolle spielen die Auswirkungen auf unsere Servicequalität. Das betrifft die Faktoren Pünktlichkeit, Sicherheitsgefühl und Sauberkeit im Fahrzeug. Aber auch die Entwicklung der Fahrgeldeinnahmen spielt eine Rolle.

An diesen Haltestellen steigen besonders viele Menschen ein und um. Entsprechend halten hier in sehr kurzer Zeit sehr viele Busse und Bahnen. Den Fahrgästen ein schnelles Umsteigen zu ermöglichen ist wichtig, um die Pünktlichkeit nicht zu gefährden.

Viele Menschen fahren vom Luisenplatz weiter oder zurück nach Hause. Das heißt, sie haben in der Regel für ihre Anreise schon vorher ein anderes Fahrzeug genutzt und sind daher meist vorher schon einmal kontrolliert worden. Kontrolle spielt hier daher keine so große Rolle. Bei Sicherheit und Sauberkeit ist das etwas anderes. Aber da hat der Fahrer auch ohne die Einstiegskontrolle die Möglichkeit zu reagieren, wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte.

Nach 20 Uhr Einstieg nur vorne

Aufkleber auf den Bussen weisen auf den Vorneeinstieg hin.
Aufkleber auf den Bussen weisen die Fahrgäste zusätzlich auf den Vorneeinstieg nach 20 Uhr hin.