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6.12.2017

HEAG mobilo ersetzt Anzeigetechnik auf Luisenplatz

Kleinere Anzeiger als Zwischenlösung

DARMSTADT (lsa/sir) – Damit Fahrgäste an dem zentralen Umsteigepunkt Luisenplatz auf zuverlässige Informationen zu den Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen nicht noch länger warten müssen, wird das Darmstädter Verkehrsunternehmen HEAG mobilo nächste Woche dort übergangsweise kleinere Ersatzanzeiger errichten. Bis die Säulen auf dem Luisenplatz wieder zuverlässig die Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen anzeigen, wird es noch einige Wochen dauern. Die sogenannten „Paddelanzeiger“ bleiben so lange stehen, bis die großen Anzeige-Stelen wieder voll funktionstüchtig sind.

„Wir sind froh, dass wir jetzt diese Übergangslösung gefunden haben“, berichtet HEAG mobilo-Chef Michael Dirmeier. „Bis zuletzt haben wir versucht, die bestehenden Systeme durch Reparatur- und Verbesserungsmaßnahmen in Betrieb zu halten. Doch aufgrund immer neuer Störungen haben wir uns schließlich dazu entschieden, das komplette Innenleben der Stelen auszutauschen. Das wird leider noch einige Zeit dauern, denn wir müssen nicht nur die Displays wechseln sondern auch die gesamte Ansteuerungstechnik. Das ist sehr aufwändig, aber aus unserer Sicht die einzige Lösung, um die nötige Zuverlässigkeit zu erreichen. Die wünschen wir uns genauso wie unsere Fahrgäste“, erklärt Dirmeier die Sachlage.

Aufgrund der besonderen Gegebenheiten auf dem Luisenplatz sind die Informationsstelen eine Sonderkonstruktion. Erst mit der Zeit habe sich herausgestellt, dass die bei diesem Typ Anzeiger eingesetzte Displaytechnologie für die mehr als zweitausend Abfahrten an diesem zentralen Nahverkehrsknoten zu träge ist.

Mehr als 200 Anzeiger insgesamt
Um die Anzeigequalität im gesamten Netz zu verbessern und auch die Reparatur zu beschleunigen, arbeitet das Verkehrsunternehmen seit dem Sommer mit einem neuen leistungsfähigerem Hintergrundsystem, über das die Anzeiger nun zuverlässig mit Daten versorgt werden. Seitdem hat sich die Datenversorgung der mehr als 200 Anzeiger aus Sicht von Michael Dirmeier deutlich verbessert: „Die allermeisten Anzeiger laufen inzwischen stabil. Auch die Qualität der Daten ist jetzt meist so, wie sie sein soll“. Als besonderen Mehrwert des neuen Hintergrundsystems sieht Dirmeier zudem, dass auftretende Fehler schneller behoben werden können. Denn anders als bisher sei die Software deutlich schneller steuerbar und erleichtere auch die Kontrollmöglichkeiten erheblich. Lediglich am Luisenplatz sei es mit dem neuen Hintergrundsystem noch schlechter geworden, „weil die Kommunikationsanforderungen an die Schnittstellen der Anzeiger weiter gestiegen sind“, berichtet Dirmeier von den leidvollen Erfahrungen.

Etwa 90 Prozent der Anzeiger funktionieren inzwischen zuverlässig. Bei den restlichen zehn Prozent werden alle Störungen nach und nach behoben. Dass bei manchem Fahrgast der Eindruck ein anderer ist, weiß Dirmeier: „Denn leider zählt zu unseren Sorgenkindern neben dem Luisenplatz auch der Hauptbahnhof“. Jeder Fehler dort werde täglich tausendfach wahrgenommen und falle entsprechend schwer ins Gewicht. Doch auch am Hauptbahnhof handelt es sich um spezielle Sonderanfertigungen, deren Reparatur nicht standardmäßig ist und deren Ersatzteile lange Lieferzeiten haben.

Anzeigevielfalt wird bleiben
Dass die HEAG mobilo so viele verschiedene Anzeigetypen in Betrieb hat, hat gleich mehrere Gründe. Zum einen hängt es an der schnellen Entwicklung im IT-Bereich. Bereits 1997 – sehr früh im Vergleich zu anderen Verkehrsunternehmen – hat das Unternehmen die ersten Anzeiger gestellt und bis heute mehr als hundert Haltestellen damit ausgestattet. Aber auch unterschiedliche Platzsituationen, vergaberechtliche Bestimmungen und Ausschreibungsmodalitäten sind Ursache für die Anzeigervielfalt der HEAG mobilo. Dennoch hat sich das Verkehrsunternehmen zum Ziel gesetzt, die Technik möglichst zu vereinheitlichen. Aufgrund der schnellen Entwicklungen wird jedoch auch in Zukunft ein komplett einheitlicher Standard im gesamten Netz kaum zu realisieren sein.

Provisorium so kurz wie möglich
Die sechs neuen Paddelanzeiger auf dem Luisenplatz sind eher für kleinere Bushaltestellen gedacht und dort daher nur eine Lösung für den Übergang. Doch bieten sie neben den Abfahrtszeiten auch aktuelle Verkehrsinformationen und zeigen bis zu vier Abfahrtszeiten parallel. Sind mehr als vier Abfahrtszeiten für den Anzeiger verfügbar, dann wechselt in der untersten Zeile die Anzeige. Kommt ein Sondertext hinzu, erscheint dieser in der vierten Zeile und die Wechselanzeige erscheint in der dritten Zeile.
Die Anzeiger werden von Akkus mit Strom und per Mobilfunk mit Daten versorgt, so dass sie vergleichsweise schnell und einfach aufgestellt werden können. Mit ihnen hat die HEAG mobilo bislang gute Erfahrungen gemacht. Dennoch ist für Dirmeier klar, „auch wenn es noch dauern wird, bis die Stelen auf dem Luisenplatz wieder funktionstüchtig sind“, soll das Provisorium so kurz wie möglich dauern. Bis dahin werden in den großen Stelen die Felder für die Abfahrtszeiten vorerst dunkel bleiben.